Der Trip nach Galway hat insgesamt 110€ gekostet. Da war Frühstück, Übernachtung in einem sehr guten Hostel, Fähre nach Aran Island, Fahrradmiete und natürlich die Kosten für den Bus drin.
Los ging es am Freitag um 5 Uhr. Manchmal wundert es mich schon wie die DUISS (Dublin University International Students Society) das alles gebacken bekommt. Nicht dass das jetzt ein großer Orgnaisationsaufwand war, aber manchmal merk ich schon dass ich Deutscher bin :)
Wir haben uns alle am Arts Block getroffen, um 5, und um 5 nach 5 meinte Pietro, unser Leiter so : "So, ich glaub alle sind da, wir gehen mal zum Bus"
Ich guck mich um, wir sind ca. 30 Leute, ich sag zum Pietro:
"Äh, willste nicht mal durchzählen bevor wir losgehen? Sind grad mal 5min nach..."
Er zählt durch, und siehe da, uns fehlen 13 Leute. Wir haben dann doch noch ein wenig gewartet :D
Italiener und der Stereotyp. Trifft dann doch irgendwo ein bisschen zu...
Beim Einstieg in den Bus gab es dann sogar eine Namensliste, und die wurde sogar abgeglichen!!! Unglaublich!
Naja, hat dann doch alles irgendwie reibungslos geklappt, wir sind im Hostel angekommen, Zimmerzuweisung war mehr oder weniger zufällig, ich bin dann mit einem Franzosen und vier Französinnen auf dem Zimmer gelandet, die ich Dienstag Abend erst kennengelernt hatte (wie klein Dublin doch ist!).
Schon komisch, überall Franzosen! Kenne mittlerweile bestimmt 15 Franzosen oder mehr, an Deutschen grad mal die Hälfte. Man muss aber auch sagen dass Franzosen, Amerikaner und Deutsche hier den deutlichen Löwenanteil der ausländischen Studierenden ausmachen.
Naja, ich bin super mit den Leuten klargekommen, nebenbei habe ich dann noch mein Französisch aufgebessert, und die Franzosen ihr Englisch (das ist meistens nich so gut, aber noch schlimmer sind die Spanier!).
Ich habe dann versucht, einer Spanierin deutsche Sprichwörter beizubringen, und das ist ihr echt schwer gefallen. Ich hatte mit dem spanischen Sprichwort aber auch echt Probleme. Mir ist relativ schnell klargeworden warum der durchschnittliche Spanier ein nicht so gutes Englisch hat.
Freitag gings dann direkt in den Klub, nachdem wir ein paar Trinkpsiele hinter uns gebracht hatten. Da ist mir wieder aufgefallen, wie wenig Alkohol die Franzosen doch vertragen :)
Der Klub war ok, typisch Irisch, da rennt kein Mädel eine Minute alleine rum, 30% der Leute machen irgendwann mit irgendwem rum. Naja, so ist das halt in Irland. Dagegen sind deutsche Diskos echt ein Nonnenkloster.
Um halb drei ging dann wie immer das Licht an und die Musik aus, die Leute wurden rasgeworfen, wie gut dass wir danach noch bestimmt eine Stunde mit Gitarrenmusik in der Hostellobby gegammelt haben.
Samstag dann 7 Uhr austehen, Frühstück, um 8:30 kam der Bus zu den Fähren nach Aran Island. Ist halt eine kleine Insel vor Galway mit Klippen und so. Wir haben Fahrräder bekommen, und ich hatte ein echt gutes Mountainbike! Sind dann in einer 10er Gruppe (2 Deutsche, 1 Belgierin, 1 Ami, 1 Spanierin, 5 Franzosen) um die Insel und haben so einiges gesehen. Dabei ist mir wieder aufgefallen wie niedrig doch der Frauenanteil in Aachen ist. Von den 49 Studenten auf dem Trip waren nur ca. 12 männlich.
Nach 5 Stunden auf der Insel, 12km auf dem Fahrrad und einigen Steigungen waren wir dann echt fertig und wieder auf der Fähre, die 3 Stunden Schlaf und der Restalkohol haben wohl ihr übriges getan. Da ich aber im Bus ne Stunde geschalfen hatte und auf der Fähre ne Stunde war ich relativ fit.
Danach original Fish and Chips in der Innenstadt von Galway gegessen, dann schnell in Hostel, wieder fertigmachen.
Abends gings dann wieder in einen Klub, aber das war der totale Reinfall. Wir hatten zusammen mit anderen internationalen Studenten den VIP Bereich, aber ich hab noch nie so gelangweilte und fertige Gesichter gesehen :D
Die meisten Leute sind vor 12 aus dem Klub, ich hatte dann gegen 2 auch keinen Bock mehr weil einfach keiner Party gemacht hat. Naja, ab ins Hostel, am Sonntag konnten wir sogar fast ausschlafen.
Dann hatten wir noch 2 Stunden um uns Galway anzuschauen (viel gabs da nicht zu sehen), um 1 gings dann mit dem Bus zu den Klippen von Moher (die höchsten Klippen in Europa). Die waren auch ganz okay, halt hoch, windig, keine Absperrung, halt in Irland üblich.
Um kurz vor 10 waren wir dann wieder in Dublin, und ich hab mich doch schon auf mein Bett gefreut.
Hier mal ein paar Bilder:
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