Samstag, 24. November 2012

Woche 9

So, nachdem ich letzte Woche zwei Assignments rechtzeitig fertig bekommen habe, sind jetzt nurnoch fuenf uebrig. Genau, kaum ist man mit dem einen fuer Manufacturing fertig, kommt schon das naechste.
Naja, ich hab mir gedacht, es ist mal wieder Zeit einen Post zu erstellen. Momentan sitze ich in der 24-Stunden-Bibliothek, und nachdem ich ueber eine halbe Stunde auf einen Computer gewartet habe. Die Bibliothek ist, wie der Name schon sagt, 24 Stunden am Tag geoeffnet, sieben Tage die Woche. Hier mal ein Bild:

 
 
Eigentlich ist die Woche nichts spannendes passiert, da ich immer in der Uni war und mich mit den Assignments beschaeftigt habe. Das praktische daran ist, dass ich viel Geld gespart habe. Die letzte Party ist glaub ich fast zwei Wochen her. Seit der reading week war ich auch eigentlich auf keinem Ausflug mehr. Der Surftrip ist ausgefallen, auf alles andere hatte ich irgendwie keine Lust bzw. Zeit.
 
Wegen dem Laptop gibts nix neues, der ermittelnde Beamte ist wohl sehr beschaeftigt...
 
Als ich letztes Wochenende uebers Campusgelaende gelaufen bin, habe ich ein Rugbyspiel beobachten koennen! Ich nach dem gefuehlt fuenften Spiel sind mir die regeln immernoch nicht klar. Hier mal Fotos und ein Video:
 
 

 
 

 
Dann hab ich noch ein Video auf meinem Handy gefunden, in dem ich versucht habe die Atmosphaere in einem Pub einzufangen. Der Ton ist leider nicht ganz so gut, aber ich hoffe es kommt trotzdem ein wenig von der irischen Partykultur rueber:
 
 
Und sonst? Ja, das Leben in Dublin ist teuer. Sehr teuer. Ich frag mich immer wieder warum ich keine billigere Wohnung genommen habe... eventuell ziehe ich ja zum neuen Jahr wieder um. Mal schauen, vielleicht ergibt sich ja was.
 
 
Was war sonst noch? Achja, eine Kostprobe vom Chinesischkurs hab ich auch noch:
 
 
Zum Schluss noch ein paar Impressionen von meiner woechentlichen Joggingstrecke:
 



 

Mittwoch, 14. November 2012

Road Trip Northern Ireland

So, endlich habe ich mal einen Computer in der Uni gefunden, der einen SD Steckplatz hat, damit ich die Fotos von der Kamera runtermachen konnte.

Also, zum Roadtrip. Letzte woche Montag gings morgens um 8 Uhr los. Johanna, Baptiste und ich sind dann mit Baptistes Auto erstmal Richtung Norden. Unsere Route verlief meist an der Westkueste entlang:

Dublin -> Enniskillen -> Ballyshannon -> Donegal -> Killybegs -> Carrick -> Ardara -> Duncrana

Wir haben insgesamt fast 5€ fuer die Autobahn gezahlt (1,40€ pro Mautstation). Auf dem weg haben wir dann immer wieder an diversen Stationen gehalten und uns ein paar Sachen angeschaut. Ein altes Schloss, die Kueste, ein Fort, einen Wasserfall und was weiss ich nicht noch alles. Die Fotos koennen das besser darstellen.

In Duncrana haben wir dann in dem Hostel "Tullyarvan Mill" uebernachtet. Wir waren die einzigen Leute an diesem Abend im Hostel (60 Betten oder so, nur fuer uns!), und wie es der Zufall so will war die Dame an der Rezeption Deutsche. Sie hat ihren Mann (der Ire ist) vor "langer Zeit" in einem Hostel in Australien kennengelernt. Immer wieder interessant was das Schicksal fuer manche Leute so bereithaelt.

Ich musste dann erstmal den Einbruch (mein Mitbewohner hatte mich direkt am Montag Abend angerufen) mit ein paar Pints Cider verkraften. Wir haben den ganzen Abend Karten gespielt, gegen 1 Uhr kam dann ein alter, betrunkener, aber ruhiger und netter Mann in den Gemeinschaftsraum des Hostels. Der ist dann an uns vorbeigegangen und hat sich in aller Seelenruhe eine Cola aus dem Automaten geholt, was nach mehreren versuchen auch geklappt hat, und ist dann nach draussen gegangen und hat seine Cola genossen. Wir halt ein wenig verwirrt, weil wir die einzigen im Hostel sein sollten.
Wie das so ist haben wir ihn dann angesprochen, und er ist, wer haette es gedacht, ein Kuenstler! Er war 15 Jahre lang extrem religioes und hat versucht Leute zu "retten". Als ihm keiner oder nur wenige geglaubt haben ist ihm die ganze Sache zu dumm geworden, und er ist Kuenstler geworden. Liegt ja nahe, oder? :)

In dem Hostel ist noch eine Schule integriert, und natuerlich auch das Atelier des Kuenstlers! Als wir da rein sind, sind mir zuerst die 20 leeren Weinflaschen ins Auge gefallen, die da so rumstanden. Dann hab ich mich aber mehr fuer die zehn Staffeleien interessiert, die im Kreis ausgerichtet waren. Die waren von Pauls (so hiess unser Kuenstler) Schuelern, sprich Leuten denen er Abends Kunst beibringt. Altersspanne seiner Schueler: 11 bis 56 Jahre.
Ich dann rein aus Interesse gefragt, wie er sonst noch so seinen Lebensunterhalt verdient. Er verkaufe halt die Bilder, die malt. "Wieviel pro Bild?" "Mehrere tausend Euro"
Da bin ich natuerlich neugierig geworden und hab ihn zwei Tage spaeter gegoogelt. Und siehe da, kein Mist, der Typ scheint wirklich was auf dem Kasten zu haben!
Er hat dann noch jedem von uns in jeweils 5min ein Bild gezaubert. Kohle auf Konzeptpapier. Mein Bild haengt jetzt in meinem Zimmer in Dublin.

Hier die Bilder aus seinem Studio:





Das Bild unten rechts war noch bis vor einer Woche auf der Website zu erwerben! (nur 3.900€)


Paul Kerr in action

Kuenstlerische Pause mit der obligatorischen Zigarette

Ein Bild von Paul Kerr nur fuer mich :)


Hier noch die Homepage des Kuenstlers:

http://www.paulkerr.ie/

Und ein paar seiner Werke zum Verkauf:

http://www.keelinggallery.com/store/product-list.php?paul_kerr-pg1-cid88.html


Am naechsten Tag ging es dann weiter:

Duncrana -> Malin -> Malin Head (der noerdlichste Punkt Irlands) -> Londonderry -> Dublin

In Letterkenny hat dann mein Akku vom Fotoapparat aufgegeben. Londonderry ist eine Stadt in Nordirland die aehnlich wie Belfast sehr unter dem "Glaubenskrieg" zwischen Protestanten und Katholiken gelitten hat. An jeder zweiten Ecke sind Bilder oder Schriftzuege die an das Geschehene erinnern.

Hier dann nochmal ein paar ausgewahlte Bilder: