Montag, 28. Januar 2013

Woche 1 & 2

Jetzt aber endlich mal wieder was in den blog scheiben! Ich habe mir gerade ein bisschen Zeit genommen um meinen Blog etwas zu aktualisieren. Nicht dass ich dieses Semester knapp an Zeit bin, aber irgendwie ist nicht so viel passiert dass hier unbedingt niedergeschrieben werden muss.

Als ich am Sonntag vor zwei Wochen  hier in Dublin ankam, war es irgendwie schon komisch. Die Stadt wirkte wie vor einem Monat, alles schien irgendwie vertraut. Eine Mischung aus "endlich wieder hier" und "aha, hat sich nix veraendert".

Die erste Woche hat es eigentlich nur durchgeregnet. Zwei meiner drei Schuhe sind undicht und werden durch die Sohle nass. Ich werde mir wohl ein neues paar zulegen (irgendwas in blau oder rot glaub ich). Wo ich dann auch wieder bei den Kosten bin, die leider immernoch so hoch sind wie vorher. In der ersten Woche habe ich bestimmt wieder 120€ nur fuer einkaeufe ausgegeben, also Lebensmittel auffuellen (gut, ich kaufe ja auch auf Vorrat, Nudeln, Muesli etc.), dann halt noch Zahnbuersten, Zahnpasta Duschgel usw. Fuer das Mittagessen gehen Taeglich ja auchnoch 5€ drauf. In der Summe macht das dann halt schon ganz schoen was aus. Hie und da eine Party oder ein Pubbesuch, Montagabends Chinesisch, Dienstag- und Donnerstagabends klettern, Mittwochs Spieleabend etc.

Dann musste ich noch so allerhand organisieren. Neue student ID weil mein alter Ausweis kaputt war (Magnetstreifen funktionierte nicht, sprich ich konnte damit nicht Abends in die Uni oder in die Bibliothek oder ins Gebaeude der Maschinenbauer), hier was einkaufen, da was besorgen etc. Des weiteren habe ich mir dann noch diverse Kurse angeschaut. fuenf verschiedene Business und Economics, vier Engineering. Mein Wahl ist schliesslich gefallen auf:

Manufacturing Technology (5CP):

Ein Fach, in dem man eine Uebersicht ueber die verschiedenen Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren inder der Industrie bekommt. Ist ganz nuetzlich, dan neben Schleifen und Metallverarbeitung (was in den ersten Stunden drankam, was ich aber auch schon 1000 mal an der RWTH gemacht habe) auch Kunststoffe und Spezialanwendungen drankommen.

Biomaterials (5CP):

Hier geht es wie der Name schon sagt um Materialien fuer Implantate und sonstige biomedizinsche Anwendungen. Von Keramik ueber Metalle bis hin zu Kunststoffen und Kompositmaterialien lernt man sowohl die Funktionen und Vorteile der Materialklassen sowie Biomedizinische fachbegrioffe und Vorgaenge auf der zellulaeren Ebene (z.B. toxikologische Effekte, Abrasion, Zellwachstum und Absorption).

International Business (7,5CP):

Fortsetzung eines Faches aus dem letzten Semester. Sehr interessant vermittelt durch einen guten Dozenten, es geht um das Wachstum und die Handelsbeziehungen in der globalen Wirtschaft. Im Fokus stehen die G7 (US, UK, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada) und die BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Suedafrika).

Applied Finance (5CP):

Ein Fach ueber finanzielle Vorgaenge in grossen Firmen ("Corporate Finance"). Es geht darum, wie und wo man sich als Firma Geld beschaffen kann, wofuer man es ausgibt, Aktien, Aktiva, Passiva und so weiter und sofort. Sehr interessant und ein echt guter Dozent (hat sich am Anfag direkt vorgestellt mit: mein nicht-star-wars-Name ist Brian Lucey... :D )

Insgesamt also eine ueberschaubare, abwechslungsreiche Faecherkombination um meinen akademischen Horizont zu erweitern! Yes!

Wenn man dann aber die ganzen Tutorials bedenke und die ganzen Gruppen- und Einzelassignments die jetzt kommen ist das schon ganz okay. Werde am Ende auf 50CP kommen (normalerweise macht man 60CP in einem Jahr), was okay ist, da das Erasmus Minimum bei 45CP liegt. Zusaetzlich habe ich ja noch das Unitech Projekt welches bis Ende Maerz laeuft und den Chinesischkurs, in den ich ab heute auch mal ein wenig mehr Elan stecken werde.

Im Moment suche ich mir gerade alle Tutorials (=Uebungen) und Labs (=Laborversuche) raus die ich habe, da ich als internationaler Student natuerlich durch alle Raster rutsche und immer maunell schauen muss dass ich fuer die richtigen Kurse eingetragen bin. Mein Stundenplan ist ganz ertraeglich, 2mal um 9, 1mal um 10, 1mal um 14 und 1mal um 16 Uhr :D

Dann muss ich ja noch die ganze Zeit verreisen! Ich war am Wochenende in Cork (separater Post kommt morgen), am Wochenende geht es hoffentlich zum climbing trip nach Gelndalough (bin Platz 1 auf der Warteliste), danach das Wochenende wollte ich nach Loughborough zu ein paar anderen Unitechlern (36€ der Flug hin und zurueck), dann ist noch irgendwann ein Roadrtrip durch Westirland geplant, irgendwann werde ich dann wohl nochmal in Deutschland vorbeischauen. Und, last but not least, Budapest irgendwann im April.

Dann warte ich noch auf diverse Interessenten, die mich in Dublin besuchen wollten! Buchen Sie jetzt! :D

Bis dahin, abwarten und Tee trinken (und studieren!).

Sonntag, 20. Januar 2013

Mid Term Week in Barcelona

Mid Term Week (MTW) in Barcelona -das ist der Unitech Event der die Mitte des Programms markiert. Alle 65 Unitech Studenten haben sich an der UPC (die Universitaet in Barcelona) getroffen und eine Woche lang an den Projekten ihres Corporate Case Advisers (CCA) gearbeitet. Die CCAs sind Mitarbeiter der Firmen des Unitechprogramms, es kamen ca. 20 CCAs von den Unterschiedlichsten Firmen, darunter Evonik, Hilti, Schott, Infineon, EON, SKF uvm.

Wir sind am Samstag (05.01.) angekommen und waren erstmal vom Wetter ueberrascht: 20°C, keine einzige Wolke am Himmel, Sonne satt! Dazu dann noch die einladenden Haeuser mit den grossen Fensterlaeden und den warmen Farben. Ich hab mich gefuehlt wie im Urlaub!
Fuer die erste Nacht hatten wir noch ein Appartement gemietet, und das war vom feinsten! Nachdem wir unsere Koffer durch die halbe Stadt geschleppt hatten und das Appartement abgecheckt, mussten wir erstmal was vernuenftiges essen. Natuerlich schoen klassisch in einem spanischen restaurant dass sich McDonalds nannte :)
Abends sind wir dann durch die halbe Stadt getourt: zuerst den Rest der Gruppe am Hostel  treffen, dann einen trinken, dann zu uns ins Appartement weitertrinken, dann was essen (war sowas wie ein spanisches Vapiano), da war auch schon 11, aber noch lange nicht Zeit in einen Club zu gehen, die machen in Barcelona erst so gegen 1 Uhr auf. Also nochmal was trinken gewesen, dann in den Club. 13€ Eintritt inkl. zwei Freigetraenke oder Eintritt for free. Dachte ich mir, biste nicht doof und gehst for free und trinkst halt nur Bier. Denkste! 12€ pro Cocktail, 7€ fuer ein Bier. Da hatte ich dann irgendwie keine Lust mehr zu trinken und bin auch relativ frueh nach Hause (so gegen 4). Hab mich dann natuerlich verlaufen und musste ein Taxi nehmen (Adresse vom appartement war zum Glueck im handy eingespeichert). Da ich nichts im Club ausgegeben hatte, hatte ich nur einen 50€ Schein. Die Fahrt kostete 6€, aber der Fahrer hatte kein Wechselgeld, sprich, ich bin sogar noch umsonst nach Hause gekommen.

Generell hab ich relativ wenig Orientierung in Barcelona gehabt, ich bin immer irgendwie mit der Gruppe oder irgendwelchen Leuten hinterhergelaufen, sodass ich mir nichts gemerkt hab und mich einfach hab mittreiben lassen. Hat aber ganz gut funktioniert :)

Am Sonntag dann um 12 Uhr aus dem Appartement raus, zum Hostel, einchecken, dann erstmal ne Tour durch die City. Hier ein paar Bilder:




















Abends wurde dann die MTW mit einem Dinner offiziell eroeffnet. Spanische Kueche, sehr lecker, super Vorspeisen, gute Atmosphaere, klasse Dinner! Danach gings dann noch in die W-bar, eine exclusive Bar im 30. Stock eines Hotels am Strand. Der Abendliche Blick auf Barcelona und aufs Meer hat dann auch 12€ pro Cocktail gekostet (und die warn wirklich mini!), daher sind die meisten dann auch schon so gegen 1 wieder gegangen.





Am naechsten Tag gings dann richtig los. Um 9 Uhr morgens haben sich alle an der UPC getroffen, ein bisschen Einfuehrungsdingens, dann gings um 3 zu Agbar, einem Unitech Corporate Partner (CP) in Barcelona (http://www.agbar.es/en/home.html). Die machen so ziemlich alles mit Wasser was man so machen kann. In Barcelona haben die sich dann direkt ein tolles Statussymbol hingestellt das wir exclusiv besichtigen durften. Die Sicherheitskontrolle war wie im Flughafen; Roentgengeraet, Metalldetektor, Security - das volle Programm!










Danach sind wir dann kurz ins Hostel und haben uns frischg emacht. Danach sind wir echt gut essen gegangen. 100€ fuer 100 0,25er Bier (ein wirklich gutes Bier fuer den Preis) und 100 kleine Baguettes mit Spanischen Belaegen. Ich hatte zusammen mit Max 12 kleine Baguettes mit 6 0,5er Bier - fuer 12€! Insgesamt waren wir mit ca. 40 Leuten da, hatten einen grossen langen Tisch - das war ein einziges Fress- und Saufgelage. Saugut!
Danach ist der harte Kern noch mit in eine Bar gekommen, und natuerlich noch ein einen Club (Apolo). Mein Budget war nach einem Drink natuerlich schon wieder erschoepft. Immerhin waren wir wieder bis vier Uhr da.

Dienstag dann wieder um 7 Uhr aufstehen, um 8:15 mit der Metro in die Uni. So langsam hab ich den schlafmangel gemerkt. Das war auch der Grund warum ich Abends nochmal zwei Stunden geschlafen hab, nachdem wir fuer 11€ all-you-can-eat essen waren. Danach schoen ins Casino bis zwei. Hab 20€ investiert, und zwischendurch war ich sogar auf 55€ (das gute alte Routlette!). Blackjack hat mich dann aber den Rest meines Geldes gekostet :(

Mittwochs kamen dann die CCA's und haben uns unser Projekt vorgestellt. Wir haben unsererseits unsere Vorbereitungen praesentiert, und dann gings auch schon los:







 Wir mussten einen manuellen Prozess der Qualitaetssicherung verbessern und hatten dafuer bis Donnerstag Abend Zeit. Die Zeit haben wir uns dann auch genommen, unsere Praesentation war Freitag morgen um viertel nach drei fertig :D

Freitag wurden dann die Praesentationen gehalten:




Unsere war echt gut, ich wuerde sagen im oberen Drittel mit dabei. Gewonnen hat die Hilti-Praesentation, die aber auch echt klasse war. Da sich 13 Praesentationen aber auch echt lange hinziehen, war es am ende auch 7 uhr als wir wieder im Hostel waren. Dann ging es schicki-micki zum grossen Abschlussdinner. Da sind dann auch ganz gut Sekt, Bier und Wein geflossen. Danach gings an eine Strandbar, und nach einen kurzen Zwischenstop im Casino sind wir dann ins Opium, einen wie immer relativ teuren Nachtclub, der allerdings auch eine gewisse Qualitaet vorweisen konnte:




Um halb 6 dann im Bett gewesen, bis 8 geschlafen, um 10 war checkout. Ich glaube ich hatte noch nie so starken Kater. Kopf und Bauch haben geschstreikt. Ich hab einfach nur gehofft das das Warten am Flughafen und der Flug selber moeglichst schnell rumgehen.

Als ich dann endlich zuhause war hab ich dann erstmal gut geschlafen, bevor es dann Sonntag Abend wieder nach Dublin ging...